Kurz erklärt
Während des REM-Schlafs sind die meisten Haltungsmuskeln stark entspannt, obwohl das Gehirn lebhaft träumen kann. Diese normale Muskelhemmung ist nicht mit einer krankhaften Lähmung gleichzusetzen.
Warum passiert das?
Netzwerke in Brücke und verlängertem Mark beeinflussen die motorischen Nervenzellen des Rückenmarks. Hemmende Signale und verminderte anregende Einflüsse senken deren Aktivität während des REM-Schlafs. Die Hemmung gilt nicht gleichermaßen für alle Muskeln: Augenbewegungen und die Atmung durch das Zwerchfell bleiben möglich, und kurze Muskelzuckungen können auftreten.
Häufigkeit
Die weitgehende Entspannung der Skelettmuskulatur gehört zum normalen REM-Schlaf. Sie ist eine Schlafphasenfunktion, keine seltene Fähigkeit.
Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.
Ist das normal?
Physiologische Bewegungshemmung im Schlaf.
Wann abklären?
Wiederholtes heftiges Ausagieren von Träumen mit Verletzungsgefahr sollte schlafmedizinisch untersucht werden.
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Quellen (1)
- REM Sleep at its Core – Circuits, Neurotransmitters, and Pathophysiology (öffnet einen neuen Tab)
Hirnstamm- und Rückenmarknetzwerke erzeugen die normale REM-Muskelhemmung; einzelne Muskelgruppen sind davon unterschiedlich betroffen.
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