Kurz erklärt
Ein kurzer Blick zur Uhr kann den Eindruck erzeugen, der Sekundenzeiger stehe zunächst still. Vor allem das erste Zeitintervall nach dem Blicksprung erscheint verlängert; die Uhr selbst läuft unverändert weiter.
Warum passiert das?
Bei einer Sakkade ändern sich die Netzhautbilder sehr rasch, während die Empfindlichkeit für bestimmte visuelle Reize vermindert ist. Nach dem Blicksprung wird der wahrgenommene Beginn des neuen Bildes zeitlich zurückverlegt. Diese zeitliche Rekonstruktion erklärt einen Teil der verlängerten ersten Sekunde; sie ist keine tatsächlich verlängerte Belichtung.
Häufigkeit
Der Effekt wird in Experimenten unter passenden Blickwechseln beobachtet, aber nicht von allen gleich deutlich erlebt. Eine Laborreaktion ist keine Angabe dazu, wie oft Menschen sie im Alltag bemerken.
Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.
Ist das normal?
Eine normale Zeitillusion beim Blickwechsel.
Kennst du das auch?
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Quellen (1)
- Illusory perceptions of space and time preserve cross-saccadic perceptual continuity (öffnet einen neuen Tab)
Das erste Intervall nach einer Sakkade erscheint verlängert; die Studie untersucht eine zeitliche Rückdatierung der Wahrnehmung.
Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren




