Kurz erklärt
Jedes Auge besitzt seitlich vom Fixationspunkt eine kleine Stelle ohne Seheindruck. Im Alltag bemerkt man dort gewöhnlich kein schwarzes Loch, weil das andere Auge und die Umgebung Informationen liefern.
Warum passiert das?
An der Sehnervpapille verlassen Nervenfasern die Netzhaut; dort liegen keine Fotorezeptoren. Ein Objekt, dessen Bild genau auf diese Stelle fällt, kann mit diesem Auge nicht gesehen werden. Das visuelle System ergänzt einfache Flächen und Linien aus dem Umfeld, und beim beidäugigen Sehen deckt meist das andere Auge den Bereich ab.
Häufigkeit
Der blinde Fleck gehört zur normalen Anatomie jedes üblich aufgebauten menschlichen Auges. Im Alltag wird die Lücke meist nicht bewusst wahrgenommen.
Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.
Selbst beobachten
- Zeichne ein Kreuz links und einen Punkt etwa 8 cm rechts davon auf weißes Papier.
- Schließe das linke Auge, schaue mit dem rechten auf das Kreuz und halte das Blatt ungefähr eine Armlänge entfernt.
- Bewege es langsam näher, ohne den Blick vom Kreuz abzuwenden. Bei einem passenden Abstand verschwindet der Punkt kurz; danach normal blinzeln.
Bei Unwohlsein aufhören. Kein diagnostischer Test.
Ist das normal?
Normale Anatomie, keine individuell seltene Variante.
Wann abklären?
Ein neu auftretender, im Alltag bemerkbarer Gesichtsfeldausfall ist kein normaler blinder Fleck und sollte dringend augenärztlich beurteilt werden.
Kennst du das auch?
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Quellen (1)
- Blind Spot — Exploratorium (öffnet einen neuen Tab)
Die Sehnervpapille besitzt keine Lichtrezeptoren; ein Papierexperiment demonstriert den blinden Fleck und die Wahrnehmungsergänzung.
Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren




