Kurz erklärt
Nach dem Blick auf eine kräftige Farbfläche kann auf einer neutralen Fläche ein Bild in ungefährer Gegenfarbe erscheinen. Es verblasst gewöhnlich rasch, obwohl kein entsprechendes farbiges Objekt mehr vorhanden ist.
Warum passiert das?
Das Sehsystem passt seine Antwort an länger anhaltende Reize an. Diese Anpassung betrifft neben Fotorezeptoren auch nachgeschaltete Netzhautzellen und die Verarbeitung von Farbgegensätzen. Nach Ende des Reizes ist die Aktivität vorübergehend unausgeglichen, wodurch die Gegenfarbe erlebt werden kann.
Häufigkeit
Nachbilder sind eine verbreitete Folge visueller Anpassung. Ihre Stärke hängt vom vorausgehenden Bild und den Sehbedingungen ab.
Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.
Selbst beobachten
- Betrachte eine mittelgroße rote Fläche auf Papier bei normaler Zimmerbeleuchtung etwa 15 Sekunden.
- Schaue danach auf ein weißes Blatt und beobachte das kurze Nachbild. Keine Sonne, Blitzlichter oder sehr hellen Bildschirme verwenden.
Bei Unwohlsein aufhören. Kein diagnostischer Test.
Ist das normal?
Ein kurzes, zum vorherigen Reiz passendes Nachbild ist normal.
Wann abklären?
Nachbilder ohne passenden vorausgehenden Reiz oder lange anhaltende wiederkehrende Bilder sollten augenärztlich beurteilt werden.
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Quellen (1)
- Neural Locus of Color Afterimages (öffnet einen neuen Tab)
Farbige Nachbilder können auch durch Anpassung nachgeschalteter Netzhautzellen entstehen, nicht allein durch Bleichung der Fotopigmente.
Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren




