Kurz erklärt

Ein einzelnes deutliches Knacken kann entstehen, wenn Gelenkflächen rasch voneinander entfernt werden. Danach lässt sich dasselbe Knacken meist nicht sofort wiederholen. Ein schmerzloses Geräusch allein belegt keine Schädigung des Gelenks.

Warum passiert das?

Echtzeit-MRT-Aufnahmen von Fingergelenken zeigen beim Knacken die Entstehung eines gasgefüllten Hohlraums in der Gelenkflüssigkeit. Durch das Auseinanderziehen sinkt dort kurz der Druck. Welche Phase der Blasenbewegung das Geräusch genau erzeugt, ist weiter Gegenstand der Forschung: Ein späteres mathematisches Modell zeigt, dass auch ein teilweises Zusammenfallen der Blase den Schall erklären könnte.

Häufigkeit

Schmerzloses Gelenkknacken ist verbreitet. Wie häufig jemand seine Gelenke knacken hört, ist keine Aussage darüber, wie viele Menschen die zugrunde liegende Gelenkreaktion zeigen.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Schmerzfreies gelegentliches Knacken ist normal.

Wann abklären?

Schmerz, Wärme, Schwellung, Blockierung oder Instabilität abklären.

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Quellen (2)
  1. Kawchuk et al.: Real-Time Visualization of Joint Cavitation (öffnet einen neuen Tab)

    Zeigt im Echtzeit-MRT die Entstehung eines Hohlraums beim Fingerknacken.

    Autor / Institution
    Gregory N. Kawchuk; Jerome Fryer; Jacob L. Jaremko; Hongbo Zeng; Lindsay Rowe; Richard Thompson
    Jahr
    2015
    Publikation
    PLOS ONE
    DOI
    10.1371/journal.pone.0119470
  2. Chandran Suja & Barakat: A Mathematical Model for the Sounds Produced by Knuckle Cracking (2018) (öffnet einen neuen Tab)

    Ein mathematisches Modell stützt teilweisen Blasenkollaps als mögliche Schallquelle; die genaue Entstehung bleibt diskutiert.

    Autor / Institution
    Nicht ausgewiesen
    Jahr
    Nicht ausgewiesen
    Publikation
    www.nature.com

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