Kurz erklärt

Eine Person steht nachts auf und läuft umher, ohne vollständig wach zu sein. Sie kann die Augen geöffnet haben und dennoch schlecht ansprechbar sein und sich später kaum erinnern.

Warum passiert das?

Schlafwandeln gehört zu unvollständigen Erwachreaktionen aus dem NREM-Schlaf. Dabei können Bewegungsabläufe aktiv sein, während andere für Orientierung und bewusste Kontrolle wichtige Prozesse weiter schlafähnlich bleiben. Schlafmangel, unregelmäßiger Schlaf oder störende Weckreize können die Episoden begünstigen.

Häufigkeit

Schlafwandeln kommt bei Kindern häufiger vor als bei Erwachsenen. Einzelne frühere Episoden und aktuell wiederkehrendes Schlafwandeln ergeben unterschiedliche Häufigkeitsangaben.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Bekannte Parasomnie, die wegen Unfallgefahr Aufmerksamkeit verdient.

Wann abklären?

Bei Verletzungen, häufigen Episoden oder neuem Beginn im Erwachsenenalter ärztlich abklären; Fenster und Treppen sichern und Betroffene ruhig zurückbegleiten.

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Quellen (1)
  1. NonREM Disorders of Arousal and Related Parasomnias: an Updated Review (öffnet einen neuen Tab)

    Schlafwandeln ist eine NREM-Erwachstörung; unvollständiges Erwachen und auslösende Schlaffaktoren werden besprochen.

    Autor / Institution
    Muna Irfan; Carlos H Schenck; Michael J Howell
    Jahr
    2021
    Publikation
    Neurotherapeutics
    DOI
    10.1007/s13311-021-01011-y

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