Kurz erklärt

Eine Patella bipartita fällt häufig zufällig auf einem Röntgenbild auf. Die Kniescheibe besteht dann aus einem Hauptteil und einem kleineren zusätzlichen Anteil, meist am oberen äußeren Rand. Das ist eine Entwicklungsvariante und nicht automatisch ein Knochenbruch.

Warum passiert das?

Ein zusätzliches Verknöcherungszentrum verschmilzt während des Wachstums nicht vollständig mit dem Hauptteil. Zwischen beiden Anteilen kann Faserknorpel verbleiben; Belastung oder Verletzung können diese Verbindung reizen.

Häufigkeit

Die zweigeteilte Kniescheibe betrifft nur einen Teil der Menschen und bleibt oft unbemerkt. Bildgebungsbefunde und tatsächlich schmerzhafte Fälle sind deshalb getrennt zu zählen.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Viele Betroffene haben keinerlei Schmerzen oder Funktionsverlust.

Wann abklären?

Neu entstandener Knieschmerz nach einem Unfall, deutliche Schwellung oder fehlende aktive Streckung erfordern Untersuchung. Auch anhaltender Belastungsschmerz sollte abgeklärt werden.

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Quellen (1)
  1. Floyd et al.: Arthroscopic Excision of Bipartite Patella (öffnet einen neuen Tab)

    Entstehung aus einem zusätzlichen Verknöcherungszentrum, häufig zufälliger Befund und mögliche Schmerzen.

    Autor / Institution
    Edward R Floyd; Kari L Falaas; Gregory B Carlson; Jill Monson; Robert F LaPrade
    Jahr
    2021
    Publikation
    Arthroscopy Techniques
    DOI
    10.1016/j.eats.2021.01.020

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