Kurz erklärt

Ein gut bekanntes Wort oder eine vertraute Situation wirkt plötzlich fremd. Bei einem Laborversuch kann bereits wiederholtes Schreiben desselben Wortes ein solches Gefühl hervorrufen.

Warum passiert das?

Hier passen das Wissen um Bekanntheit und das subjektive Vertrautheitsgefühl vorübergehend nicht zusammen. Wiederholung kann die gewohnte Verarbeitung verändern und das Wort ungewohnt oder unwirklich erscheinen lassen. Das ist mit semantischer Sättigung verwandt, aber Jamais-vu ist nicht auf Bedeutungsverlust bei Wörtern beschränkt.

Häufigkeit

Jamais-vu wird im Alltag weniger systematisch erfasst als Déjà-vu. Für spontane Erlebnisse fehlt hier eine verlässliche allgemeine Bevölkerungsschätzung.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Selbst beobachten

  1. Schreibe ein einfaches bekanntes Wort bis zu 20-mal langsam auf.
  2. Achte darauf, ob es ungewohnt wirkt, und höre bei Unbehagen auf. Der Effekt muss nicht eintreten.

Bei Unwohlsein aufhören. Kein diagnostischer Test.

Ist das normal?

Kurze Fremdheit nach intensiver Wortwiederholung kann normal sein.

Wann abklären?

Wiederkehrende Episoden außerhalb solcher Situationen, besonders mit Desorientierung oder Bewusstseinslücken, ärztlich abklären.

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Quellen (1)
  1. The the the the induction of jamais vu in the laboratory: word alienation and semantic satiation (öffnet einen neuen Tab)

    Wiederholtes Schreiben bekannter Wörter kann subjektive Fremdheit auslösen; die Autoren untersuchen dies als Jamais-vu.

    Autor / Institution
    Nicht ausgewiesen
    Jahr
    Nicht ausgewiesen
    Publikation
    pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren