Kurz erklärt

Nach einer Schädigung des Gesichtsnervs können beim Kauen oder Essen ungewöhnlich viele Tränen fließen. Dieses sogenannte Krokodilstränensyndrom ist eine körperliche Fehlkopplung und sagt nichts über Gefühle aus.

Warum passiert das?

Bei der Heilung können autonome Nervenfasern fehlgeleitet nachwachsen. Signale, die im Zusammenhang mit Essen normalerweise Speicheldrüsen aktivieren, erreichen dann die Tränendrüse. So löst ein Geschmacks- oder Kaureiz einseitigen oder verstärkten Tränenfluss aus.

Häufigkeit

Essensabhängiges Tränen durch fehlgeleitete Nervenregeneration ist eine seltene Erscheinung. Angaben aus Gruppen nach Gesichtsnervenschädigung lassen sich nicht auf die Gesamtbevölkerung übertragen.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Ein bekanntes stabiles Muster nach Gesichtsnervenverletzung ist meist kein Notfall, kann aber behandelt werden.

Wann abklären?

Neu auftretenden einseitigen Tränenfluss untersuchen lassen; akute Gesichtslähmung oder andere neurologische Ausfälle sofort medizinisch beurteilen.

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Quellen (1)
  1. Krokodilstränensyndrom – StatPearls (öffnet einen neuen Tab)

    Der Überblick beschreibt gustatorischen Tränenfluss durch fehlgeleitete Regeneration nach Gesichtsnervenschädigung.

    Autor / Institution
    Koushik Tripathy; Tasneem Arsiwalla
    Jahr
    2025
    Publikation
    www.ncbi.nlm.nih.gov

Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren