Kurz erklärt

Bei manchen Menschen lösen Buchstaben, Zahlen oder Töne automatisch zusätzliche Farbeindrücke aus. Die Zuordnungen sind häufig über lange Zeit relativ stabil, unterscheiden sich aber von Person zu Person.

Warum passiert das?

Synästhesie verbindet einen bestimmten Auslöser mit einer zusätzlichen bewussten Erfahrung. Als Erklärungen werden ungewöhnliche Verbindungen und veränderte Rückkopplung zwischen Verarbeitungsnetzwerken untersucht. Welche Mechanismen gelten, kann von der jeweiligen Form abhängen; eine einzige universelle Verschaltung ist nicht nachgewiesen.

Häufigkeit

Synästhesie betrifft einen Teil der Bevölkerung. Schätzungen hängen stark davon ab, welche Formen einbezogen und wie beständige Verknüpfungen überprüft werden.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Seit der Kindheit stabile Synästhesie ist meist harmlos.

Wann abklären?

Plötzlich neue zusätzliche Sinneseindrücke, insbesondere nach Medikamentenänderung oder mit anderen Beschwerden, ärztlich besprechen.

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Quellen (1)
  1. Synesthesia: an introduction (öffnet einen neuen Tab)

    Synästhesie umfasst auslöserspezifische zusätzliche Wahrnehmungen; unterschiedliche Mechanismusmodelle bleiben Gegenstand der Forschung.

    Autor / Institution
    Michael J Banissy; Clare Jonas; Roi Cohen Kadosh
    Jahr
    2014
    Publikation
    Frontiers in Psychology
    DOI
    10.3389/fpsyg.2014.01414

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