Kurz erklärt
Nach bestimmten Schäden der Sehrinde können Betroffene in einem blinden Gesichtsfeldbereich Reize besser als zufällig unterscheiden. Sie berichten dabei je nach Form über keine oder nur eine vage bewusste visuelle Erfahrung.
Warum passiert das?
Visuelle Informationen erreichen das Gehirn über mehrere Wege. Erhaltene Verbindungen zur extrastriären Sehrinde können bestimmte Reaktionen ermöglichen, obwohl die primäre Sehrinde geschädigt ist. Welche Bahn und welche Restverarbeitung entscheidend sind, unterscheidet sich zwischen Betroffenen und untersuchten Aufgaben.
Häufigkeit
Blindsehen ist ein selten untersuchtes klinisches Phänomen nach bestimmten Schädigungen des visuellen Systems. Es tritt nicht bei allen Menschen mit entsprechendem Gesichtsfeldausfall auf.
Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.
Ist das normal?
Kein gewöhnliches Alltagserlebnis und kein Ersatz für intaktes Sehen.
Wann abklären?
Ein neuer Gesichtsfeldausfall muss sofort medizinisch abgeklärt werden.
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Quellen (1)
- The Anatomy of Blindsight (öffnet einen neuen Tab)
Erhaltene Sehbahnen außerhalb des primären visuellen Kortex können unbewusste visuelle Restleistungen ermöglichen.
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