Kurz erklärt

Man weiß genau, welches Wort gemeint ist, kann es aber gerade nicht aussprechen. Manchmal sind der Anfangsbuchstabe oder die Silbenzahl verfügbar, bevor das ganze Wort später wieder auftaucht.

Warum passiert das?

Beim Sprechen müssen Bedeutung und Lautform eines Wortes miteinander verknüpft werden. In einem Zungenspitzenzustand kann die Bedeutung erreichbar sein, während die vollständige Lautform nur unzureichend aktiviert wird. Teilinformationen und das Gefühl naher Erinnerung spiegeln diesen unvollständigen Abruf wider; konkurrierende Wörter können ihn zusätzlich beeinflussen.

Häufigkeit

Wortfindungssituationen nach dem Muster „Es liegt mir auf der Zunge“ sind häufig. Sie nehmen im Durchschnitt mit dem Alter zu, unterscheiden sich aber stark nach Wort und Situation.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Gelegentliche Wortfindungslücken sind normal.

Wann abklären?

Plötzlich neue Sprachstörungen sind ein Notfall; allmählich zunehmende Wortfindungsprobleme mit Alltagsbeeinträchtigung gehören ärztlich beurteilt.

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Quellen (1)
  1. The Tip-of-the-Tongue Phenomenon: Cognitive, Neural, and Neurochemical Perspectives (öffnet einen neuen Tab)

    Vorübergehendes Scheitern des Wortabrufs kann bei erhaltener Bedeutung und einem starken Gefühl naher Erinnerung auftreten.

    Autor / Institution
    Chenwei Xie; William Shiyuan Wang
    Jahr
    2026
    Publikation
    Biomedicines
    DOI
    10.3390/biomedicines14020269

Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren