Kurz erklärt

Manche Menschen können die seitlichen Zungenränder zu einer Röhre aufrichten. Andere schaffen eher eine andere Zungenform oder zunächst keine solche Bewegung. Zungenrollen eignet sich nicht als einfacher Test auf ein dominantes beziehungsweise rezessives Erbmerkmal.

Warum passiert das?

Mehrere innere und äußere Zungenmuskeln verändern gemeinsam Form und Lage der Zunge. Die beobachtete Fähigkeit beruht auf Anatomie und motorischer Kontrolle; Studien zu verschiedenen Zungenbewegungen sprechen gegen eine simple Alles-oder-nichts-Erklärung durch ein einzelnes Gen.

Häufigkeit

Zungenrollen ist eine verbreitete, aber nicht von allen beherrschte Fähigkeit. Ergebnisse hängen von untersuchter Gruppe, genauer Aufgabe und motorischer Erfahrung ab.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Ohne Schmerzen oder Sprachprobleme normal.

Wann abklären?

Neu auftretende Zungenbewegungsstörung, Schwäche oder Schluckprobleme abklären.

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Quellen (1)
  1. Five Specific Tongue Movements in a Healthy Population (öffnet einen neuen Tab)

    Genetische und umweltbezogene Faktoren

    Autor / Institution
    Kilian D R Kappert; Simone van Dijk; David Wellenstein; Maarten J A van Alphen; Rob J J H van Son; Ludi E Smeele; Alfons J M Balm
    Jahr
    2020
    Publikation
    Dysphagia
    DOI
    10.1007/s00455-020-10195-y

Redaktioneller Stand: . KI-gestützte Recherche und Redaktion; keine ärztliche Einzelbegutachtung. Wie wir recherchieren