Kurz erklärt

Der Magen ist kein starrer Behälter: Bei einer Mahlzeit kann sich sein oberer Abschnitt entspannen und ausdehnen. So steigt der Innendruck trotz zunehmenden Inhalts zunächst nur begrenzt.

Warum passiert das?

Signale beim Essen aktivieren unter anderem einen Reflex zwischen Magen, Vagusnerv und Hirnstamm. Rücklaufende Signale steuern hemmende Nervenzellen in der Magenwand. Botenstoffe wie Stickstoffmonoxid entspannen die glatte Muskulatur und ermöglichen die Aufnahme der Mahlzeit.

Häufigkeit

Die Anpassung des Magens an eine Mahlzeit gehört zur normalen Verdauungsfunktion. Wie stark die Entspannung und Dehnung ausfallen, ist nicht mit einer Bevölkerungsquote gleichzusetzen.

Die Häufigkeit ist eine qualitative Einordnung, keine individuelle Wahrscheinlichkeit.

Ist das normal?

Die Anpassung erfolgt normalerweise unbemerkt.

Wann abklären?

Neu anhaltende frühe Sättigung, Erbrechen, Gewichtsverlust oder Oberbauchschmerz sollten abgeklärt werden.

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Quellen (1)
  1. Rolle von Stickstoffmonoxid bei der Magenakkommodation und der nahrungsbedingten Sättigung (öffnet einen neuen Tab)

    Die Humanstudie untersucht die Rolle von Stickstoffmonoxid bei der reflektorischen Entspannung des Magens.

    Autor / Institution
    J Tack; I Demedts; A Meulemans; J Schuurkes; J Janssens
    Jahr
    2002
    Publikation
    Gut
    DOI
    10.1136/gut.51.2.219

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